Geschichtliches

A

Alte und neue Schule Garnsdorf

Historie - Alte und neue Schule Garnsdorf

Die Geschichte der alten und neuen Schule zu Garnsdorf

1833 erhielt Garnsdorf ein eigenes Schulhaus. Vorher gingen die Garnsdorfer Kinder nach Auerswalde in die Schule. Die Gemeinde erwarb das Haus von Traugott Neuhaus für 600 Taler. Diese Schule wurde bis 1872 genutzt. 

 

1872 hat man die neu erbaute Schule in unmittelbarer Nähe der alten Schule eingeweiht.

 

1977: Das Gebäude wurde als Kindergarten genutzt. Die Garnsdorfer Schüler wurden in Köthensdorf unterrichtet.

 

1993: Umfangreiche Modernisierung und Erweiterung des Kindergartens zur heutigen „Wichtelburg”

B

Bäckerei Liebers in Garnsdorf

Bäckerei Liebers

1902: Am 23. Mai wurde die Baugenehmigung über den
Neubau eines Wohnhauses mit Bäckereianlage
sowie eines Nebengebäudes an den Mühlenbesitzer,
Herrn August Schreckenbach, erteilt.

 

1903: Bäckermeister Theodor Rudolph, sein Schwiegersohn,
betrieb die Bäckerei bis 1945.

 

1945: Die Bäckerei wurde an Herbert Jentzsch verpachtet.

 

1950: Bäckermeister Johannes Liebers, der Enkel von Theodor Rudolph, übernahm das Geschäft
und führte es mit seiner Frau Hildegard bis 1978.

 

1979: Die Bäckerei wurde geschlossen und es erfolgte
der Umbau zu Wohnungen.

F

Freibad Garnsdorf

Historie - Freibad Garnsdorf

Garnsdorfer Freibad

1924-1929: Ein von einer ergiebigen Quelle gespeister Teich wurde in ehrenamtlicher Arbeit zu einem Bad mit Holzverkleidung ausgebaut.

 

1955-1956: Das Holz wurde aus dem Becken entfernt und die Wände mit Natursteinen aufgemauert. 225 freiwillige Helfer leisteten 3214 Stunden gemeinnützige Arbeit.

 

1984/1985: Sanierung und Modernisierung des maroden Bades

 

1992-1994: Erneuerung der Badanlage für rund 6 Millionen D-Mark. Dazu gehören das neu gebaute „Haus des Gastes”, ein Kiosk, eine Terrasse für Badegäste und eine große Liegewiese mit Kinderspielplatz.

H

Hort Auerswalde

 Bauerngut Karl Hahn

Der Schulhort Auerswalde

1709 wird ein Georg Neuhaus als Besitzer des damaligen 6 Ruthen Gutes genannt.

 

1962 verkaufte der letzte Besitzer, Karl Hahn, sein landwirt schaftliches Anwesen an die Gemeinde Auerswalde.

 

1965 wurde das Wohnhaus abgerissen.

 

1968 erfolgte der Umbau der restlichen Wirtschaftsgebäude zu einem Kindergarten der Gemeinde Auerswalde.

 

1992 wurde auf Initiative von Pfarrer Matthias Kaube und Dr. Wilfried Müller der kommunale Kindergarten von der Kirchgemeinde Auerswalde übernommen.

 

1994: Auf dem gleichen Grundstück entsteht bis 1996 ein neues Kindergartengebäude mit dem Namen „Sonnenschein“.

 

1996: Die Gemeinde Auerswalde übernimmt das ursprüngliche Gebäude und richtet einen Schulhort ein.

P

Peterskeller Auerswalde

Historie - Peterskeller Auerswalde

Peterskeller Auerswalde

1879 wurde das Gebäude von Johann Traugott Barthel als Restauration mit Fleischerei erbaut. Barthel verunglückte dabei tödlich. Dieses Gasthaus hatte vor allem Bedeutung für den ständig zunehmenden Verkehr entlang der 1880 neu erbauten Chemnitztalstraße.

 

1907: Die Gastwirtschaft übernahm Klara Selma Peters.

 

1931: Bau einer Tanksäule auf dem Grundstück.

 

1945: Auf Befehl der sowjetischen Besatzungsmacht wurde der damalige Besitzer, Oswald Holler, enteignet. Die Gaststätte wurde geschlossen und das Gebäude ging in Volkseigentum über.

 

1950: Nach erforderlichem Umbau wurde im Erdgeschoß eine Konsum - Lebensmittelverkaufsstelle eingerichtet.

 

1990: Das Gebäude und der Laden gingen wieder in Privathand über.

 

1995 wurde die Verkaufsstelle geschlossen und nach weiteren Umbauarbeiten eine Pension eingerichtet.

Postmeilensäule Garnsdorf

Historie - Postmeilensäule Garnsdorf

Garnsdorfer Postmeilensäule

1722 begann in ganz Sachsen auf Befehl des sächsischen Königs, August des Starken, die Aufstellung von Postmeilensäulen.

 

1726 erhielt Garnsdorf einen Viertelmeilenstein an der damaligen Poststraße von Chemnitz nach Rochlitz als Teil der vormaligen Salzstraße. Eine kursächsische Postmeile entspricht 9,062 km.

 

1996 wurde der alte, nahezu verwitterte Viertelmeilenstein durch einen neuen ersetzt, welchen der Steinbildhauer Volker Beyer angefertigt hat.

 

1997: Die feierliche Enthüllung der Neuanfertigung fand am 2. Oktober statt.

S

Siedlung Sonnenland

Siedlung Sonnenland

1928 verkaufte Graf Vitzthum von Eckstädt die Ländereien des
ehemaligen Reichsbrodt ́schen Vorwerkes an die Gemeinde
Auerswalde und es entstanden die ersten Grundstücke in der
Siedlung am Vorwerk und im Sonnenland.

 

1929 wurden die ersten Gebäude errichtet.

 

1938: In dem Haus Nr. 243E (heute Geschwister-Scholl-Straße 25)
richtete Rudolf Fichtner einen Laden für Lebensmittel ein.
Im Oktober 1941 musste das Geschäft schließen, da
Herr Fichtner zur Wehrmacht eingezogen wurde.

 

1942: Verkauf des Anwesens an die Familie Winzer aus Chemnitz
und Weiterführung des Geschäftes bis 1964.

In einem Anbau befand sich eine öffentliche Wäschemangel;
diese war noch bis 2001 in Betrieb.

 

2023: Das Gebäude ist eines der wenigen, die noch im
Originalzustand erhalten sind.

V

Volkshaus Auerswalde

Volkshaus Auerswalde

Das Volkshaus Auerswalde

1928: Neubau durch den SPD-nahen „Volkshaus Verein Auerswalde und Umgebung“.

 

1933: Enteignung durch die Nationalsozialisten und Schließung der Gaststätte.

 

1934: Durch Versteigerung erwarb die „Aktien Lagerbierbrauerei Schloß Chemnitz“ das Gebäude. Nach einem Umbau zu Wohnungen ging das Anwesen an einen Bankdirektor aus Chemnitz.

 

1947: Auf Befehl der sowjetischen Besatzungsmacht wurde das gesamte Grundstück enteignet und zurück an die Sachsengrundstück GmbH als Vermögensverwalter der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) überführt.

 

1990: Eigentümer wurde wieder die SPD Zentrale Deutschland.

 

2017: Durch Verkauf ging das Anwesen in Privateigentum über.